Alle Beiträge von Susanne Tyll

MONTAGSLESUNGEN für die Eröffnung eines Bürgerhauses / Quartierszentrums mit städtischer Medienausleihe

Foto: Achim Gerling
Foto: Achim Gehring

402. Montagslesung am 8. März 2021: Ingrid Vogel, Krefelder Friedensbündnis, liest aus “Die Waffen nieder! Eine Lebensgeschichte” von Berta von Suttner und aus „Meine afrikanischen Lieblingsmärchen“ von Nelson Mandela

Bei der kommenden Montagslesung am 8. März 2021 von 18.30 Uhr bis 19.00 Uhr liest Ingrid Vogel, Krefelder Friedensbündnis, aus “Die Waffen nieder! Eine Lebensgeschichte” von Berta von Suttner und aus „Meine afrikanischen Lieblingsmärchen“ von Nelson Mandela vor dem Büchereigebäude, Am Marktplatz 5 in Krefeld-Uerdingen, für die Eröffnung eines Quartierszentrums / Bürgerhauses mit städtischer Medienausleihe.

Die Anmeldung einer versammlungsrechtlichen Veranstaltung der Krefelder Polizei liegt vor. Der Mindestabstand von 1,5 m ist einzuhalten. Desinfektionsmittel und Mund-Nasen-Bedeckungen werden in ausreichender Menge vorhanden sein.

Anlässlich der Lesung von Ingrid Vogel, die auch der Steuerungsgruppe Fairtrade Stadt Krefeld angehört, werden durch die Gruppe anlässlich des Weltfrauentages am 8. März fair gehandelte Rosen an die Zuhörer*innen verteilt. Das erfolgt coronakonform – kontaktlos durch eine Rosenstation vor der Uerdinger Bücherei!

Bertha von Suttner (1843-1914) war entscheidend beteiligt an der Gründung der Friedensgesellschaften in Deutschland und Ungarn. 1905 erhielt sie als erste Frau den Friedensnobelpreis.

„Die Waffen nieder!“ – Komtess Martha Althaus, die spätere Gräfin Dotzky, gehörte zu jenen jungen Frauen der Wiener Hocharistokratie Ende des 19. Jahrhunderts, die alles hatten, was sie nur begehren konnten: Reichtum, Rang und Liebe. Nach kurzer Ehe jedoch verliert sie den Mann und Vater ihres Kindes „ans Vaterland“ in Italien, wo Österreich gegen Sardinien und Frankreich kämpft. Da beginnt sie aus ihren konkreten Erfahrungen mit dem menschenverachtenden Unsinn und der Widernatürlichkeit des Krieges Schlüsse zu ziehen, die in der allgemeinen Öffentlichkeit auf Unverständnis stoßen und sie in krassen Widerspruch zu ihrer Gesellschaftsschicht bringen. Dieses Buch, 1889 erstmalig erschienen, erreichte bis 1905 37 Auflagen; übersetzt in 16 Sprachen, wurde es zu einem Welterfolg. Die Erkenntnisse der Ich-Erzählerin sind für uns heute nicht nur von historischem Interesse, sondern werfen Fragen auf, die auch 100 Jahre nach ihrer Niederschrift von beklemmender Aktualität sind. Quelle

Nelson Mandela – Rolihlahla Nelson Mandela, geboren 1918 in Südafrika, ist weltbekannt für seinen Kampf gegen die Apartheid, für den er 27 Jahre im Gefängnis verbringen musste. 1993 erhielt er den Friedensnobelpreis, ein Jahr später wurde er zum Präsidenten von Südafrika ernannt. Mandela wuchs in dem Dorf Qunu auf, wo er schon früh durch die Erzählungen der Älteren mit der afrikanischen Geschichte und Folklore vertraut gemacht wurde. Quelle

„Meine afrikanischen Lieblingsmärchen“ – Wissen Sie, warum es einst der Giraffe für immer die Sprache verschlug? Der Elefant einen Rüssel trägt? Und wie es kam, dass die Katze zum Haustier wurde? Hinein in die Weite afrikanischer Steppen entführt der große alte Mann Südafrikas Nelson Mandela mit seinem Band „Meine afrikanischen Lieblingsmärchen“. Mit farbenfroher und poetischer Sprache erzählen die aus verschiedenen Ländern zusammengetragenen Geschichten von der Schöpfung und der Kraft der Natur, vom Sieg der List selbst über den machtvollsten Gegner und von einer Zeit der Harmonie zwischen Mensch und Tier. Zusammen mit den phantasievollen Illustrationen südafrikanischer Künstler lädt dieser äußerst liebevoll aufgemachte Märchenschatz ein zu einer faszinierenden Reise durch den schwarzen Kontinent, durch ein Afrika voller Weisheit, Witz und Lebensmut, von dem auch wir noch einiges lernen können. Quelle

Seit der Schließung im Mai 2013 und trotz der Räumung der Uerdinger Bücherei finden bis auf die sechswöchige Corona-Unterbrechung über 7 ¾  Jahre Montagslesungen an jedem Montag jeweils von 18.30 Uhr bis 19.00 Uhr vor der Uerdinger Bücherei, Am Marktplatz 5 in Krefeld-Uerdingen bei jeder Witterung statt. Der Arbeitskreis „Erhalt Bücherei Uerdingen“ setzt mit dieser Maßnahme seine Initiative für die Eröffnung eines Quartierszentrums / Bürgerhauses mit städtischer Medienausleihe fort. Zu den Lesungen kommen zwischen 15 und fast 70 Personen. Jede Lesung beginnt mit dem gemeinsamen Singen einer Strophe des Liedes „Die Gedanken sind frei“ und endet mit den drei umgedichteten Strophen auf die Uerdinger Bücherei. Außer den Vorlesenden zu lauschen, werden aktuelle Informationen ausgetauscht. Wie jede Woche sind alle Interessierten auch zur kommenden Montagslesung herzlich eingeladen!

Interessierte Vorleser*innen können sich gerne unter Angabe des Buches melden bei: Sabine Alofs, Tel.: 48 18 55 oder unter montagslesung-Uerdingen@gmx.de. Ohne Gebühren zu entrichten, dürfen alle Texte vorgelesen werden, die älter als 80 Jahre sind, sicherheitshalber Texte von Autoren/innen, die bereits 80 Jahre verstorben sind.

Imagefilm über Montagslesungen

Fynn Wittmann, 16 Jahre, Schüler am hiesigen Gymnasium Fabritianum hat einen Imagefilm über die Montagslesungen im September 2019 erstellt. In diesem Monat haben ausschließlich Kinder und Jugendliche gelesen. Die Montagslesungen finden ununterbrochen seit Mai 2013 an jedem Montag zwischen 18:30 Uhr und 19:00 Uhr vor dem Büchereigebäude am Marktplatz 5 in Uerdingen statt. Den Film können Sie hier ansehen:

Herzlichen Dank an Fynn Wittmann!

Vorweihnachtliche Freude

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Wiedereröffnung der Bücherei Uerdingen,

mit vorweihnachtlicher Freude informieren wir Sie über die Pressemitteilung der Stadt Krefeld bzw. von Herrn Oberbürgermeister Meyer vom 20. Dezember 2019 zum zukünftigen Nutzungskonzept Bücherei Uerdingen

Das renommierte Architekturbüro Böll aus Essen hat das mit den Uerdinger Bürger*innen abgestimmte Konzept des Arbeitskreises „Erhalt Bücherei Uerdingen“ inhaltlich voll bestätigt und planerisch umgesetzt.

Als zukunftsweisend für den Stadtteil bezeichnete Architekt Armin Pfeiffer vom Büro Böll bei der Vorstellung in der Bezirksvertretung Uerdingen die Einrichtung einer Bibliothek bzw. städtischen Medienausleihe mit hauptamtlichem Fachpersonal und einem Lesecafé im Erdgeschoss in einem Quartierszentrum / Bürgerhaus. Darüber hinaus betonte er die Bedeutung der unterschiedlichen bedarfsgerechten temporären Nutzung der Räume in den oberen beiden Etagen des Büchereigebäudes. Er hob die Bedeutung der Herberzhäuser als „Schatz“ hervor und erläuterte die barrierefreie Erschließung der Häuser und die Entwicklung des Hofes des Büchereigebäudes durch ein verglastes einstöckiges Hofhaus (an einen Kreuzgang erinnernd).

Am Mittwoch, den 15. Januar 2020 um 18 Uhr findet in der Aula des Gymnasiums Fabritianum eine von der Stadt Krefeld veranstaltete Versammlung für Bürgerinnen und Bürger statt, in der das zukünftige Nutzungskonzept der Herberzhäuser vorgestellt und diskutiert werden soll.

Den Artikel zum Thema “Herberzhäuser vergleichbar mit Villa Hügel und Zeche Zollverein” aus der Westdeutschen Zeitung vom 20. Dezember 2019 finden Sie hier.